Demos

Hier aufgeführt sind unsere Demo Lieder. Hören sie sich durch.

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Fragen & Antworten

Frage: "Ich spende regelmäßig Geld an karitative Organisationen. Wenn ich Eure CDs kaufe, bekomme ich wenigstens etwas dafür, und es kommt aufs Gleiche raus, oder nicht?"

Antwort: Nicht ganz. Richtig ist, daß der gesamte Kaufpreis unserer Tonträger zur Gänze als Spende an wohltätige Organisationen geht, allerdings, und das ist die Einschränkung, zwischen mehreren Einrichtungen aufgeteilt wird. Wenn Sie ein konkretes Projekt und / oder eine bestimmte NPO unterstützen wollen, dann spenden Sie bitte an diese direkt. Austrian Charity Music möchte seine Tonträger nicht bei Wohltätigkeitsveranstaltungen vertreiben und damit das bestehende Spendenaufkommen umleiten. Wenn wir überhaupt mit jemanden in Konkurrenz treten müssen, dann schon eher mit der noch immer nicht schlecht verdienenden Musikindustrie.

Frage: "Auf Eurer Benefiz - CD für die Pfarre Weidling ist leider nichts für mich drauf, ich mag keine Opernmusik!"

Antwort: Hier muß es sich um ein Mißverständis handeln, das aber leicht aus der Welt zu schaffen ist. Wenn Sie die gegenständliche CD in die Hand nehmen und die Inhaltsangabe auf der Rückseite lesen, werden Sie feststellen, daß die darauf ausgewählten zehn Lieder von fünf unterschiedlichen KünstlerInnen respektive Gruppen dargeboten werden, darunter neben Schlager und Popinterpreten sogar eine Rockband. Es sollten somit für jedermann einige passende Stücke dabei sein.

Frage: "Ihr habt ja ein ziemlich bunt gemischtes Programm. Wäre es nicht klüger gewesen, nur in eine musikalische Richtung zu produzieren, also zum Beispiel nur deutschsprachige Schlager oder englische Popsongs?"

Antwort: Gegenfrage: Ist ein bißchen Abwechslung nicht auch erfreulich? Sie dürften Recht haben und wir wurden auch schon öfter darauf hingewiesen, daß in der Musikindustrie solche "breiten Kompilationen" eher nicht produziert werden. Sicherlich ist die Zusammensetzung aber auch eine Frage des Geschmacks und des Marketings: Wir wollen mit unserer Musik möglichst schnell ein ganz breites Publikum erreichen. Das geht vermutlich am effektivsten über das Radio. Wenn wir dort gespielt werden, so betrifft das kaum eine gesamte CD, sondern höchstens ein paar Lieder.

Wir gehen davon aus, daß wir schon mit der allerersten Veröffentlichung für jede Radiostation in Österreich zumindest einige Lieder anbieten können, die in das jeweilige Sendeschema passen.

Weiters nehmen wir an, daß die meisten Musikkonsumenten Tonträger kaufen, weil ein ganz bestimmtes Lied darauf ist, das sie aus dem Radio kennen, und sich vom Rest eher - positiv oder negativ - überraschen lassen.

Last but not least sind Grenzen oft verschwimmend und vielleicht nur in unserer Vorstellung existent, wie zum Beispiel jene zwischen U und E - Musik. Wir versuchen, harmonisch ausgewogene Lieder zu schreiben mit schönen Melodien und angenehmen Klang. Und wir haben auch schon gehört, daß Hörern unserer Tonträger alle Stücke gefallen haben. Wie wir allerdings in Zukunft weiterproduzieren werden, hängt natürlich auch vom Feedback des Publikums ab, aber es schadet jedenfalls nicht, wenn man in mehrere Richtungen expandieren kann - es ist ja für eine gute Sache. Deshalb war auch die Überlegung relevant, daß für gewerbliche Schenker mit sozialem Gewissen, also etwa Firmen, die nach einem "Einheitsgeschenk" für einen großen Empfängerkreis mit unterschiedlichem Geschmack suchen, unsere CD eine Überlegung wert sein dürfte.

Frage: "In meinem Bekanntenkreis werden die von Euch unterstützten NPOs nicht alle vorbehaltlos geschätzt. Wäre nicht ein Austausch von ... gegen ... überlegenswert?

Antwort: Austrian Charity Music stellt nicht nur an sich große Anforderungen, sondern auch an jene wohltätigen Organisationen, welche die erwirtschafteten Gelder bekommen sollen, und das in mehrerer Hinsicht: Erstens sollte jede NPO in der Lage sein, auch unerwartet hohe Einnahmen zweckentsprechend verwalten zu können, ohne aufwändige Veränderungen der bewährten Struktur vornehmen zu müssen.

Zweitens ist eine räumliche Beschränkung des Wirkungsbereiches der karitativen Hilfsorganisationen nicht wünschenswert, was sämtliche bloß regional agierende Gruppen von dieser Auswahl ausschließt. Nur wer international tätig ist und den Überblick hat, kann den Fluß der Hilfsgelder so verteilen, daß dort zuerst geholfen wird, wo die Not am größten erscheint. Andernfalls bestünde doch die Gefahr des Ankaufs "goldener Türklinken", um Gelder im eigenen Einflußbereich zu behalten.

Ebenso wichtig war drittens das Anliegen, durch die Auswahl der NPOs ein überschaubares Statement hinsichtlich der menschenfreundlichen Verwendung der Einnahmen von Austrian Charity Musik abzugeben, und zwar in Richtung Schutz aller Kinder, des allgemeinen Gesundheitswesen und sonstiger hilfsbedürftiger Gruppen. Gerade hier leistet die Caritas einen unverzichtbaren Beitrag für eine menschenwürdige Gesellschaft, wie jeder Ermessen kann, der schon einmal ein Seniorenheim dieser christlichen Organisation besucht hat. Betrachtet man die demographische Entwicklung unserer Gesellschaft sowie den aktuellen Wertrückgang bei den Pensionsfonds, wäre ein gesicherter Platz für alle PensionistInnen sicherlich sehr wünschenswert. Aber auch die Betreuung Behinderter und Essensausgabe an verarmte Menschen, an Senioren, ebenso an sogenannte "Randgruppen" wie Obdachlose, Flüchtlinge bis hin zu Haftentlassenen ist ein Akt der Barmherzigkeit in einer vielfach rücksichts- und verständnislosen Welt. Gott liebt alle seine Kinder und der Mensch sollte diesem Beispiel tunlichst folgen. Gerade Personen mit Berührungsängsten zu einigen der erwähnten Gruppen sollten froh sein, daß sich die Caritas hier so vorbildlich engagiert, was auch zum sozialen Frieden beiträgt.

Die (natürlich auch subjektive) Entscheidung von Austrian Charity Music zugunsten der genannten Organisationen spricht natürlich keineswegs gegen andere NPOs von ebenso unzweifelhaft gutem Ruf, insbesonders auch Menschenrechts- und Umweltschutzgruppierungen konnten aber mit Blick auf eine halbwegs überblickbare Kombination hier zur Zeit nicht berücksichtigt werden.

Frage: "CDs sind doch out, Downloads sind in. Wie wäre es damit?"

Antwort: Sag niemals nie, aber im Augenblick ist das für Austrian Charity Music aus mehreren Gründen noch kein Thema. Zum einen wollen wir mit unseren Produkten auch eine karitative Botschaft transportieren, die beim Download sehr leicht verloren gehen könnte. Zweitens gewähren CD - Auflagen für alle Beteiligten, von den NPOs angefangen bis zu den Konsumenten und KünstlerInnen, doch eine bessere Kontrollmöglichkeit hinsichtlich der Verkaufszahlen.

Frage: "Ihr schreibt, daß der Kaufpreis letztendlich den Konsumenten selbst und ihren Lieben zugute kommen könnte. Andererseits sollen die Spenden an die wohltätigen Organisationen offenbar zur Hälfte im Inland und zur Hälfte im Ausland verwendet werden. Wie paßt das zusammen?

Antwort: Wir glauben, daß die Menschen auf der ganzen Erde einen gewissen Mindestschutz garantiert bekommen sollten. Dies würde, neben dem guten Gefühl, auch für die BürgerInnen einer Wohlstandsgesellschaft zusätzliche Vorteile bringen. So könnten Urlauber durchaus erfreut sein, wenn ihnen auch in anderen Teilen der Welt in Notfällen entsprechend ausgestattete Rot - Kreuz und Kinderhilfs - Einrichtungen zur Verfügung stünden (Beispiel: Tsunamis). Auf weitere Sicht haben unsere westlichen Staaten vielleicht nicht mehr sehr lange so viel Einfluß auf die Geschicke der Welt wie bisher. Standards, die wir heute setzen und die international als vernünftig und wünschenswert anerkannt werden, könnten in Zukunft von aufstrebenden Nationen wie China, Indien und Brasilien, um nur einige zu nennen, ebenso akzeptiert und übernommen werden wie von anderen Weltreligionen, insbesonders gemäßigten Muslimen. Und Gott bewahre, aber wenn vom Klima, über die Atomkraft bis hin zur Finanzwelt irgendetwas verheerendes passiert, wer weiß, ob nicht wir oder unsere Kinder einmal auf die Hilfe, über die wir hier diskutieren, angewiesen sein werden.

Frage: "Wie kann man Euch unterstützen?"

Antwort: Das ist eine erfreuliche Frage: auf mehrere Arten. Zuallererst hilft es uns, wenn über unser Benefizprojekt und unsere Musik gesprochen wird. Die Tonträger für sich und als Geschenk für andere zu kaufen, wäre großartig. Wir sind auch über konstruktive Rückmeldungen sehr dankbar, um uns daran zu orientieren und auch aus Kritik zu lernen. Neben der Akzeptanz unserer Arbeit durch die Konsumenten hängen Erfolg und Wachstum von Austrian Charity Music auch von der Unterstützung von der Wirtschaft ab. Kleinere Auflagen können wir zur Not auch noch alleine finanzieren und absetzen, aber die für alle Beteiligten interessanten Stückzahlen können nur mit Hilfe von Geldgebern realisiert werden. Wenn Sie daher Unternehmen kennen, die alleine oder gemeinsam mit anderen für Werbung auf den Tonträgern (Diese CD wurde ermöglicht von ...) EUR 2,- pro Stück zur Verfügung stellen würden, oder die fertigen Tonträger sogar selbst kaufen und verschenken wollen (etwa als betriebliches Weihnachtgeschenk mit besonderer Gestaltung) lassen Sie uns das bitte wissen. Auch mit der Vermittlung von Kontakten zu den Medien wäre uns sehr gedient.

Frage: "Ich nehme euch das mit der ganzen Wohltätigkeit nicht ganz ab, ihr wollt doch auch bloß gut verdienen, alles andere ist euch wahrscheinlich egal, oder etwa nicht?"

Antwort: Wir sind der Überzeugung, daß wir das Gegenteil nicht bloß behaupten, sondern sogar beweisen können. Vielleicht irren wir uns, aber unsere Lieder, wie sie auch auf dieser Homepage zu hören sind, zeigen schon, daß wir unser Handwerk beherrschen. Wir hätten uns sehr viel Denksport, Vorbereitung und Zeit ersparen können, wenn wir mit unseren Demos zu einer Agentur gegangen wären und diese beauftragt hätten, für uns die finanziell besten Möglichkeiten herauszufinden und es etwa der Musikindustrie zu überlassen, unsere Lieder entsprechend zu verwerten, etwa mit deren Tonstudios und Marketingeinrichtungen, eventuell auch mit deren Stars. Stattdessen wurde in allen Verträgen verankert, daß sämtliche Tantiemenansprüche (auch gegenüber der AKM für öffentliche Aufführungen) an eine der wohltätigen Organisationen zediert, daß heißt abgetreten werden müssen. Wir werden auch in Zukunft nur mit der Musikindustrie kooperieren können, wenn diese unser Charity - Projekt unterstützen will.

Selbst wenn einige Profimusiker von Austrian Charity Music etwa eine kommerzielle Solokarriere starten wollten unter Ausnutzung ihres erhöhten Bekanntheitsgrades, den sie durch das Benefizlabel erlangen könnten, wäre das wohl kaum eine besondere Werbung, wenn dies öffentlich erkennbar zum Schaden für die NPOs wäre. Umgekehrt könnte es aber auch erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit für das Benefizlabel bringen, wenn sie diesem weiterhin zur Verfügung stehen. Man sollte sich deshalb vor übertriebener Skepsis hüten, denn - nichts für ungut - ein negatives Vorurteil über andere Menschen ist schnell gefaßt. Man sollte sich aber auch darüber im Klaren sein, daß Austrian Charity Music notleidenden Kindern das Leben retten will und kann, denn dafür braucht es manchmal nur ein paar Euro, die darüber entscheiden, ob ein Kind den Winter überlebt oder nicht. Bitte nicht falsch verstehen: Klärende Fragen sind völlig in Ordnung, aber üble Nachrede kann töten, dessen sollte man sich bewußt sein.

Frage: " Die Musikindustrie klagt seit Jahren über Umsatzeinbußen, die Weltwirtschaft befindet sich in einer Rezession, woher nehmt ihr Euren Optimismus?"

Antwort: Aus unserem Glauben an das Gute im Menschen, aus dem Wissen, daß sich überall in der Natur Schwankungen ausgleichen und alles letztendlich im Gleichgewicht bleibt und aus der Überzeugung, daß wir ein stimmiges Gesamtpaket anbieten können, von dem alle profitieren. Somit sollte Austrian Charity Music alle Menschen guten Willens direkt und von Herzen ansprechen. Wenn man davon ausgeht, daß unsere Lieder sich als Hitproduktionen etablieren können, die entsprechenden Absatz finden, wären wir in der Lage, jeden von der Wirtschaft eingesetzten Euro um den Faktor 7,5 vervielfacht den wohltätigen Organisationen zukommen zu lassen.

Andere Künstler haben auch klein angefangen, schauen Sie Sich einmal die Lebensläufe an, aus welchen Berufen die kamen und mit welchen Hilfsjobs die sich teilweise über Wasser gehalten haben. Microsoft entstand in einer Garage. Einige haben Glück, manch aussichtsreiches Projekt ist wohl schon an widerstreitenden Geschäftsinteressen der Konkurrenz gescheitert. Erfolg hängt vermutlich ebenso vom Können des einzelnen ab wie von der Unterstützung von anderen, die an diesen Erfolg glauben (wollen). Käme es ausschließlich auf die Fähigkeiten der Menschheit an, würden wir heute vermutlich schon den Weltraum besiedeln können, ginge es allein darum, was wir unseren Nächsten zutrauen, säßen wir wahrscheinlich alle noch in unseren Steinzeithöhlen, weil Vordenker gewöhnlich etwas erkennen, das andere eben noch nicht verstehen.

Wir haben Spaß an unserer Musik, schön wenn wir anderen diese Freude auch vermitteln können. Wir riskieren ausschließlich unser eigenes Geld, aber ein Gewinn kommt der Allgemeinheit zugute. Mit Gottes Hilfe ist alles möglich, aber versuchen müssen wir es schon selber.

Frage: "No, die Musikindustrie wird aber nicht gerade begeistert sein von eurem Projekt, oder?"

Antwort: Warum nicht? Erstens hoffen wir auf Unterstützung von allen Menschen guten Willens. Außerdem sollte man nicht übersehen: Niemand weiß, wie es in dieser Branche weitergeht. Vielleicht wird es schon in ein paar Jahren Computerprogramme geben, die auf Knopfdruck jede gewünschte Musik generieren können. Bei Musikinstrumenten und Effektgeräten erobern bereits Software - Klone den Markt, das heißt: die Programmierer nehmen ein beliebiges Gerät und lassen ein Computerprogramm dessen Eigenschaften analysieren und reproduzieren. Rechtlich ist diese Vorgangsweise keineswegs unbedenklich, da generell Zweifel aufkommen sollte, wenn die Arbeit von Menschen ohne Rechtfertigung, ohne Erlaubnis und ohne Gegenleistung entwertet respektive auf Rechnung anderer benutzt wird. Problematisch wird die Sache spätestens dann werden, wenn sie in einem Sounderzeuger neben einem Bösendorfer und Steinway faktisch auch ein Netrebko- und Domingo-Preset haben werden.

Die jüngste Entwicklung etwa rund um die Fotographie hat gezeigt, wie schnell florierende Wirtschaftszweige einfach wegbrechen können, durch den (rechtlich völlig legitimen) Siegeszug einer neuen Technologie wie der digitalen Fotoapparate. Gut verdienende Angestellte im Bereich der Filmentwicklung haben ihren Job verloren, weil sich völlig überraschend die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen geändert haben. Ein Grund mehr, für eine weltweite Existenzsicherung aller Menschen einzutreten und entsprechende Projekte nach Kräften zu unterstützen.

Frage: Können Eure Leute wirklich singen und werdet ihr Konzerte geben, oder seid ihr bloß "Studiomusiker", die ohne Technik keinen geraden Ton herausbringen?

Antwort: Bei Austrian Charity Music gibt es ausschließlich KünstlerInnen, die gewohnt sind, live aufzutreten. Von daher dürften Konzerte kein Problem sein. Diese Frage müßte aber erst diskutiert werden, ob Konzerte im Sinne des guten Zwecks vorteilhaft wären, also etwa als besondere Marketingmaßnahme. Zur Zeit steht natürlich das Produzieren von Tonträgern an erster Stelle.

Zum Thema "bloß" Studiomusiker sei angemerkt, daß dieser Begriff gewöhnlich für Profis verwendet wird, die oft und gerne von Musikproduzenten gebucht werden, weil sie über ganz besondere künstlerische Fähigkeiten verfügen. Der Tenor Mario LANZA etwa kam nie dazu, auf einer Opernbühne zu stehen, hätte aber sicherlich das Zeug dazu gehabt. Heute ziehen manche MusikerInnen Tonstudioaufnahmen Liveauftritten vor, weil sie ersteres gewöhnt sind und glauben, sich auf diese Weise bestmöglich präsentieren zu können. Dies ist durchaus legitim, immerhin wird aus diesem Grund sehr ja auch sehr viel auf Playbacks zurückgegriffen.

IN diesem Konntext soll auch darauf hingewiesen werden, daß einzelne öffentliche Auftritte nicht unbedingt viel aussagen müssen über das Können von KünstlerInnen, denn gerade beim Singen von "geraden Tönen" hängt sehr viel von der Tagesverfassung, von der Umgebung und auch von der Vertrautheit mit dem Repertoire ab. Wenn Sie heute einem Opernsänger, etwa für eine Jugendmesse in einer Kirche, ein neues Lied in die Hand drücken ("Sie können das schon, jemand wie sie braucht bestimmt nicht proben"), möglichst mit einigen rhythmischen Überraschungen und holprigen Text, ihn dann irgendwann während der Messe uneingesungen auftreten lassen bei Temperaturen so um den Gefrierpunkt, vorzugsweise am Sonntag frühmorgens, kann es leicht sein, daß der ablehnen muß (was mit Arroganz gleichgesetzt werden könnte) oder eben nicht so souverän wirken wird, wie das Publikum es gewohnt ist.

Seien Sie also bitte bei der Beurteilung von KünstlerInnen rücksichtsvoll, denn es gibt so viele Faktoren, die über Erfolg und Mißerfolg eines Auftrittes entscheiden, die nur die Betroffenen selbst bemerken. Es braucht nur der Monitor ausfallen oder vom Tontechniker irrtümlich zurückgenommen werden, irgendein Einsatz nicht in gewohnter Weise gegeben werden oder eine Verkühlung im Anmarsch sein, und der Start mißlingt. Wenn sich die Fans in einem solchen Fall bewußt sind, daß sie ebensoviel zur Stimmung bei einem Konzert beitragen können wie die Künstler, ist alles möglich: Denn das Publikum hat es in der Hand, gute Musiker durch passiven Widerstand von der Bühne zu vertreiben und solche mit Anlaufschwierigkeiten zur Höchstform auflaufen zu lassen. Davon profitieren wiederum alle.

Frage: "Glaubt ihr allen ernstes, die Welt auch bloß ein klein wenig verändern zu können?"