Demos

Hier aufgeführt sind unsere Demo Lieder. Hören sie sich durch.

audioplayer
Turn on your JavaScript
play / pause 00:00
play position
00:00 mute / unmute
volume control

Eine Chance für die Kulturnation Österreich

Österreich ist eine Kulturnation mit internationalem Ansehen, zumindest im Bereich der klassischen Musik. Was aber wird dies in Zukunft bedeuten? Sicherlich gehören beispielsweise die Wr. Philharmoniker zu den besten Orchestern weltweit, und davon profitieren Veranstaltungsbetriebe, Tourismus und per Umwegrentabilität insgesamt die Wirtschaft. Anders sieht die Sache aber schon bei den Sängerinnen und Sängern an den großen Opernhäusern in Wien aus. Hier kann man nicht davon sprechen, daß österreichische KünstlerInnen im internationalen Vergleich tonangebend und daher für den Steuerzahler lukrative Devisenbringer wären, vielleicht von Einzelfällen abgesehen. Die großen heimischen Komponisten, auf die das Land zu Recht so stolz ist, sind historische Persönlichkeiten, nur in der Schlager- und Volksmusikszene vermögen einige lebende Stars internationale Erfolge zu feiern, wenngleich hauptsächlich im deutschsprachigen Raum. "Von Ruhm und Glanz is wenig über", wie es ein heimischer Liedermacher treffend formuliert hat, dieses Zwischenresümee dürfte leider auch mit Blick auf das Ansehen unserer Kulturnation im internationalen Musikbusiness zutreffen. Bei den diversen "Erfolgsmeldungen und Referenzen" hinsichtlich der Arbeit heimischer KünstlerInnen in den Medien stellt sich leider auch immer wieder die Frage, inwieweit diese auch international wahrgenommen werden.

Berücksichtigt man nun überdies die demographische Entwicklung, so geht die Bevölkerung musikalisch gesehen immer mehr von den Nachkriegsklassikliebhabern in die Woodstock- und Technogenerationen über. Gerade in letzterer werden Hörgewohnheiten aufgebaut, die vermutlich den meisten Konsumenten im späteren Erwachsenenalter einen Besuch besonders von klassischen Konzerten nahezu unmöglich machen dürften. Österreich wird darüber nachdenken müssen, wie sich dies auf den Konzerttourismus, die Festspiele, die Opernhäuser und Orchester sowie auf deren Umwegrentabilität langfristig auswirken dürfte. Auch aus der Musicalszene scheinen zurzeit wenig international beachtete Impulse zu kommen. Schon heute beklagen die österreichischen Verwertungsgesellschaften, daß Österreich einen Großteil der hierzulande bezahlten Tantiemen ins Ausland überweisen muß, denn auch die heimischen Hörer kaufen und hören internationales Programm, das up - to - date ist. Nur Ausnahmsweise kommt das von unseren "Kids" konsumierte Angebot von heimischen KünstlerInnen. Wäre es nicht schön, wenn sich dies schon bald ändern könnte?

Mit seinem humanitär vermutlich weltweit sympathisch empfundenen, aber auch wirtschaftlich glaubwürdigen Ansatz könnte Austrian Charity Music eine Brücke schlagen über alle kulturellen und religiösen Grenzen hinweg. MusikerInnen aus allen Ländern würden vielleicht mit den KünstlerInnen des Benefizmusiklabels zugunsten des wohltätigen Zweckes kooperieren. Ein Austrian Charity Musical in entsprechender Qualität könnte zudem für viel Medienecho im In- und Ausland sorgen. Denkbar wäre die Schaffung einer neuen Musikgattung, konkret der C-Musik (für Charity) neben E- und U- Musik, die auch diese beiden Bereiche wieder näher zueinander bringt und neue Hörerschichten anspricht. Denn für den guten Zweck nimmt ein Techno - Fan vielleicht auch einmal ein klassisches Stück auf einer CD in Kauf.

Austrian Charity Music müßte gar nicht besser sein als seine internationalen Mitbewerber, um Österreich als Kulturnation wieder in die internationalen Schlagzeilen zu bringen. Es würde vermutlich schon genügen, ein durchschnittliches Qualitätsniveau zu erreichen, um allein aufgrund der sozialen Umwegrentabilität des Benefizprojektes und dem damit verbundenen Zusatznutzen für die Musikinteressierten aus dem breiten Angebot des Musikbusiness herauszustechen, getreu dem Motto: Spenden statt Kaufen bringt einfach mehr!

Stand: 26. Februar 2010