Geschichte der Orgel

Nachdem sich die pneumatische Panhuber-Orgel aus dem Jahr 1931 als mit vernünftigem Aufwand nicht mehr zu reparieren erwiesen hatte (entsprechende Gutachten wurden eingeholt), erhielt die Pfarrkirche Weidling eine neue zweimanualige Orgel mit Schleifladen und mechanischer Traktur von der Firma Wolfgang Eisenbarth aus Passau.

Disposition:

Hauptwerk Nebenwerk Pedal (C-f'')
(I. Manual, C-g3) (II. Manual,C-g3) Subbaß 16'
Prinzipal 8' Flauto amabile 8' Octavbaß 8'
Gedackt 8' Dulciana 8' Choralbaß 4'
Octave 4' Querflöte 4'  
Rohrflöte 4' Dolkan 2'  
Quinte 22/3' Larigot 1'h'  
Flautino 2' Klarinette 8'  
Terz 13/5' Tremulant  
Mixtur 3-4f. 1'/3'    
Koppeln IUI, I/P, II/P (alternierend als Zug oder Tritt)

Die Orgelweihe fand am Pfingstsonntag, dem 23. Mai 1999, durch den Propst des Augustiner-Chorherrenstiftes Klosterneuburg, Prälat Bernhard Backovsky, statt. Der Gottesdienst wurde musikalische vom Chor Weidling unter der Leitung von Prof. Helmut Künzel mit Werke von Chor und Orgel von Luigi Cherubini, Franz Schubert, Franz Liszt und Felix Mendelssohn Bartholdy gestaltet. An der Orgel waren die Weidlinger Organist(inn)en Ilona Trapl (sen. und jun.), Elisabeth Führer
und Hans Gröbner. Als erstes Spiel auf der neuen Orgel erklang die Suite du Deuxieme Ton von Louis-Nicolas Clerambault (Ilona Trapl jun.), zum Auszug Präludium und Fuge in e-Moll (BWV 548) von J. S. Bach (Elisabeth Führer).

Am Abend des Orgelweihetages fand ein Festkonzert statt. Mag. Herbert Tachezi (Organist der Wiener Hofburgkapelle, ein. Prof. der Wiener Musikuniversität, Organist und Cembalist im Concentus Musicus) spielte Werke von Franz Schmidt, J. S. Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy und Jehan Alain sowie von G. F: Händel (Konzert B-Dur, op. 4/2) und W. A. Mozart (Kirchensonate C-Dur,. KV 336) in eigenen Bearbeitungen. Als Aufführung wurde der „Discantus für 2 Manuale und Pedale 1999" von Ernst Würdinger (Ordinarius für Tonsatz an der Wiener Musikuniversität) aus der Taufe gehoben, eine Komposition, die das pentatonische Tonmaterial von 3 Chorälen („Christ lag in Todesbanden", „Komm, Heiliger Geist" und „Nun freut euch, liebe Christen") in stets wechselnden Kombinationen zusammenfügt. Am Schluss des Konzertes stellte Prof. Tachezi in einer Konzertimprovisation die (trotz der relativ geringen Anzahl von nur 17 Registern) äußerst vielfältigen Klangmöglichkeiten der neuen Orgel vor.